» Was bringt ein Modernisierungsdarlehen

17.01.2012 14:13 Uhr

Das Modernisierungsdarlehen

Egal, ob der Dachboden ausgebaut werden soll, die Heizung erneuert werden muss oder eine wärmedämmende Außenfassade – die Modernisierung von Wohneigentum ist immer mit hohen Kosten verbunden, die nicht jeder auf der hohen Kante liegen hat. Um diese, den Wert der Immobilie steigernden Maßnahmen zu finanzieren, ist ein Modernisierungsdarlehen geeignet.

Wofür Modernisierungsdarlehen Verwendung finden

Modernisierungsdarlehen dienen dazu, das eigene Haus oder die Eigentumswohnung zu renovieren, zu modernisieren oder instand zu setzen. Das ist eine teure Angelegenheit, die sich allerdings in zweifacher Hinsicht auszahlt. Einerseits steigt der Wohnkomfort und andererseits wird etwas für die Wertsteigerung der eigenen vier Wände getan.

Warum keine Baufinanzierung

Baufinanzierungen werden normalerweise erst ab einem Darlehensbetrag von 50.000 Euro aufwärts vergeben. Außerdem werden sie im Grundbuch besichert. Ein Modernisierungsdarlehen ist die bessere Wahl, weil die Darlehenssummen deutlich unter 50.000 Euro liegen können, und eine Besicherung über das Grundbuch nicht erfolgt. Bei vielen Banken werden Modernisierungsdarlehen ohne zusätzliche Sicherheiten vergeben. In der Regel reicht es aus, wenn der Antragsteller eine makellose Schufa Auskunft hat und ein regelmäßiges Einkommen aus einer Festanstellung nachweisen kann. Dadurch lassen sich auch Kreditnebenkosten sparen.

Wann von einer Modernisierung die Rede ist

Nicht alles was Wohneigentümer an ihrer Immobilie zur Werterhaltung tun, wird als Modernisierung bezeichnet. Die Immobilie darf dabei nicht nur instand gehalten werden, sondern es müssen tatsächliche bauliche Veränderungen stattfinden, wie das bei der Modernisierung des Bades, beim Ausbau des Dachbodens oder beim Einbau einer modernen Heizungsanlage der Fall ist. Es sollte im Zuge der Modernisierung Energie gespart und der Wohnkomfort erhöht werden. Wer nur renoviert, kann dafür kein Modernisierungsdarlehen nutzen.

Die Vorteile der Modernisierungsdarlehen

Der größte Vorteil ist der Zeitfaktor. Bei einer klassischen Baufinanzierung vergeht von der Antragstellung bis zur Auszahlung in der Regel viel Zeit. Ein Modernisierungsdarlehen wird in der Regel nach wenigen Tagen ausgezahlt. Die Laufzeit kann individuell gewählt werden und die Konditionen sind günstig. Modernisierungsdarlehen sind nicht an Kündigungsfristen gebunden, das heißt, bei vorzeitiger Ablösung entfällt die teure Vorfälligkeitsentschädigung.

Für bestimmte Arten von Modernisierungen, die sich auf die Einsparung von Energie richten oder bei denen es um regenerative Energie geht, wie die Installation von Photovoltaikanlagen gibt es staatliche Fördermittel. Diese Darlehen werden von der KfW über die jeweilige Hausbank vergeben.

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